Nachhaltigkeit im Business

Nachhaltigkeit im Business: So nachhaltig ist Social Media wirklich!

Digital Life 4.0 oder Menschen, die auf mobile Endgeräte starren

Gastbeitrag von Andrea Blum | Wir leben in einer sehr hektischen und schnelllebigen Zeit – daher wird das Thema Nachhaltigkeit im Business immer wichtiger. Unser Alltag ist von A bis Z durchgeplant und bietet selten Freiräume, um sich bewusst Ruhe zu gönnen. Wer selbstständig ist, ist beruflich meist voll eingespannt, mobil und digital immer “on”. Regelmäßig die Nachrichten und Kommentare auf Social Media oder die E-Mails überprüfend. Jeden Tag ein Post auf Instagram, zwei bis drei Mal pro Woche zusätzlich auf Facebook, YouTube oder wie sie alle heißen. Zwei Mal im Monat gibt’s dann auch noch einen neuen Artikel auf dem Blog sowie zusätzlich noch einen E-Mail-Newsletter. Manchmal auch öfter, wenn es die Arbeit zulässt. Und dann mal schnell noch bei anderen Accounts stöbern, was es da so Neues gibt. Ich muss ja schließlich informiert bleiben. Und ehe man es sich versieht, hat man zum wiederholten Mal Stunden investiert, um auf sein mobiles Endgerät zu starren. Häufig ohne das Gefühl, danach signifikant schlauer oder besser informiert zu sein, respektive effektiv gearbeitet zu haben.

Nachhaltigkeit im Business: So nutzt du Social media nachhaltig!
Nachhaltige Social media Nutzung

Social Media effizient und nachhaltig nutzen

Nachhaltig ist die Nutzung von Internet und Social Media Kanälen gewiss nicht, wenn man diese tägliche Gewohnheit dem eigenen Zeit- und Kostenaufwand gegenüberstellt oder sich intensiver mit dem Umwelt- und Klimaschutz beschäftigt. Doch ganz ohne Social Media geht es in Sachen Werbung und Marketing heutzutage nicht mehr. Die meisten Menschen haben die regelmäßige Nutzung der sozialen Medien längst in ihren Alltag integriert. Und sind je nach Alter, Zielgruppe und Gewohnheiten unterschiedlich auf den Kanälen zu erreichen.

Es gibt natürlich einige ganz klare Vorteile, die für die digitale Kommunikation sprechen. Nicht zuletzt, wenn es um die Ressourcenschonung und Zero Waste Prinzipien geht. Social Media und Web-Marketing kommt z. B. ganz ohne Papier aus oder benötigt keine Design- oder Druck-Kenntnisse, wenn diese auch klar von Vorteil sind. Es entsteht kein Müll, den wir wieder aufwändig entsorgen müssen. Social Ads und Beiträge können einfach und effizient vorgeplant werden, die Liste der Tools ist nahezu unendlich und auch der eigenen Kreativität sind wenig Grenzen gesetzt. Auch, wenn man selbst kein Webmarketing-Experte ist, kann mit so mit geringen Mitteln und Ressourcen eine Kommunikation mit (potenziellen) Kunden erfolgen. Wenn sich natürlich empfiehlt sich dabei von einem Profi gut beraten zu lassen.

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Nachhaltigkeit im Business:
Zeit ist nicht immer Geld, aber Zeit ist immer Lebenszeit.

Gerade für Ein-Personen-Unternehmer*innen ist es so, dass die wichtigste eigene Ressource die Zeit ist. Und diese ist nun mal begrenzt, sie steht uns nicht unendlich zur Verfügung. Wer die sozialen Medien zeitlich möglichst nachhaltig und effizient nutzen möchte, könnte zunächst über seine eigenen Werte und Ressourcen nachdenken. Sowohl das eigene Nutzerverhalten als auch die beruflichen Ziele der Social Media Nutzung sollten klar definiert sein.

Vielleicht helfen dir dabei folgende Fragen:

  • Welchen Zweck haben Social Media Kanäle für mich?
  • Wie viel Zeit verbringe ich auf und mit Social Media?
  • Wie viel Zeit möchte ich in den Social Media Kanälen verbringen?
  • Könnte ich die Zeit möglicherweise reduzieren und für mich anderes nutzen?
  • Fühle ich mich nach dem Konsum glücklich, informiert, positiv oder eher ausgelaugt, müde und erschöpft?
  • Welchen Mehrwert bringt mir die Nutzung von Social Media?
  • Könnte mir eine Strategie helfen Ressourcen zu sparen, wenn sie optimal an meine Werte und Ziele angepasst ist?
  • Entspricht das, was ich selbst beruflich (und privat) poste überhaupt meinen persönlichen Werten und Zielen?
  • Entspricht das, was ich selbst konsumiere, meinen persönlichen Werten und Zielen? Oder lasse ich mich zu sehr durch andere Inhalte ablenken?
  • Habe ich das Gefühl, dass meine beruflichen und persönlichen Ziele auch erfüllt werden oder sollte ich meine Strategie überdenken?

Social Media bewusst und nachhaltig

Social Media ist dafür bekannt schnelllebig und instant zu sein. Um Up to Date zu bleiben, braucht es besonders Engagement.

  • Aber müssen es wirklich immer völlig neue Inhalte sein?
  • Oder lassen sich auch hier vorhandene Contents wie Fotos, Texte, Videos etc. mehrmals verwenden?
  • Und, mag ich nicht einfach mal von anderen Menschen und Organisationen etwas teilen und damit von Gutem weitererzählen?Das ist social in den digitalen Medien.
Nachhaltige Social media Nutzung

Zu mehr Nachhaltigkeit im Business durch Plan & Mehrwert!

  • Eine klare Kommunikationslinie definieren, statt den Trends hinterher zu hetzen spart Zeit und Lebensenergie.
  • Die Inhalte für verschiedene Kanäle aufbereiten und auch bewusst wiederverwenden, denn wirklich wichtige Inhalte sind wertvoll und zeitlos.
  • Qualitativ hochwertiger Content schafft Mehrwert und kann mehrmals aufbereitet werden, mit jeweils unterschiedlichem Schwerpunkt
  • Inhalte mit Substanz und Tiefgang statt Instant Content.
  • Die eigene Reichweite für gesellschaftlich und umwelt- und klimaschutztechnisch wertvolle Themen nutzen, andere unterstützen durch Empfehlungen, Informationen, Verlinkungen und Texte.
  • Den Gedanken der Gemeinschaft auch virtuell leben und umsetzen, anstelle ausschließlich auf Eigenwerbung zu setzen und bewusst interagieren mit der Community.
  • Ehrenamtlich aktiv werden und Social Media für die Verbreitung der Ideen und Tuns nutzen.

Auch folgende Fragen könnten dir dabei helfen mehr Nachhaltigkeit in dein Business zu bringen

  • Muss ich wirklich täglich auf den Social Media Kanälen posten oder kann die Frequenz reduziert werden? Vielleicht reichen auch zwei bis drei Mal die Woche völlig aus?
  • Das Arbeiten mit einem Redaktionsplan bzw. einem Redaktionstool erleichtert die Planung und spart enorm viel Zeit.
  • Eine Budgetplanung bei Ads und Sponsered Posts kann Antwort darauf liefern: „Was brauche ich wirklich?“, „Welche Inhalte erreichen meine Zielgruppe?“, „Wo liegt der Mehrwert?“ und „Was kostet mich vielleicht nur Geld, Zeit oder Nerven?“
  • Den eigenen Konsum bewusst reduzieren, fixe Zeitfenster für Social Media vorsehen Benachrichtigungen deaktivieren und sonst das Smartphone zur Seite legen.

Gerade als Einzelunternehmer*in möchte man besonders zu Beginn der Selbstständigkeit möglichst viele Dinge alleine schaffen und erledigen. Wichtig dabei, ressourcenschonend mit der eigenen Zeit umzugehen – denn auch das bedeutet Nachhaltigkeit im Business. Und manchmal ist es durchaus sinnvoll, sich in gewissen Bereichen des Unternehmertums kompetente Unterstützung von außen zu holen. So ist der Fokus besser auf der Haupteinkommensquelle. Und nicht zuletzt erhalten wir dadurch wertvolle Lebenszeit.

Dann stöbere gerne mal am KRAUTBLOG von Andrea Blum aus Österreich!

www.krautblog.com | www.instagram.com/krautblog | andrea@krautblog.com

Im Artikel „Nachhaltiges Arbeiten“ auf www.krautblog.com gibt´s konkrete Tipps um den Büroalltag nachhaltig(er) zu gestalten.

Ein Artikel, der als Gastbeitrag von mir für Nicole Krenz gemeinsam mit Unterstützung von Claudia Traxl entstanden ist. Danke euch beiden von Herzen.

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Fotocredit Nina Bröll (1)

Fotocredit Nina Bröll

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