Arbeiten im Homeoffice

10 Tipps für Selbstständige, die von zu Hause arbeiten

Von zu Hause oder einem Ort deiner Wahl zu arbeiten hört sich erst einmal entspannt an – kein Weg zur Arbeit, Arbeitszeiten flexibel einteilen und niemand, von dem man gestört wird. Was sich beim Arbeiten im Homeoffice auf den ersten Blick nach traumhaften Arbeitsbedingungen anhört, kann schnell zur Qual werden. 

Klar ist: Für Motivation im Homeoffice musst du selbst sorgen, um produktiv zu bleiben. Doch mit den richtigen Techniken ist das gar nicht so schwer.

Vor- und Nachteile vom Arbeiten im Homeoffice

Wie auch das Arbeiten im Großraumbüro bietet das Homeoffice Vor- und Nachteile. In der folgenden Übersicht findest du die Vor- und Nachteile in der Zusammenfassung.

Vorteile

  • keine Büromiete
  • keine Fahrtkosten
  • eigene Wahl des Arbeitsplatzes
  • flexible Einteilung der Arbeitszeit
  • produktivere Arbeitsweise

Nachteile

  • eigene Arbeitszeit selbst einhalten
  • selbstständige Erinnerung an Pausen
  • eigene Einrichtung des Arbeitsplatzes
  • wenig Kontakt mit anderen Menschen

Vorteile vom Arbeiten im Homeoffice

Der größte Vorteil vom Homeoffice ist finanzieller Natur. Du brauchst kein Büro mieten und auch die Fahrtkosten für Auto, Bus oder Bahn kannst du sparen. Damit hängt natürlich auch die Zeit zusammen, die du sparst, wenn du dein Büro zuhause hast. Statt ins Office zu fahren, kannst du schon produktiv an deinen Aufgaben arbeiten.

Für viele Selbstständige spielt beim Thema Homeoffice die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine wichtige Rolle. Sie können sich ihre Zeit flexibler einteilen und ihr Kind mittags aus dem Kindergarten abholen und brauchen nicht erst vom Büro dorthin zu fahren.

Tipp: Besonders introvertierte Menschen können im Home Office konzentrierter und produktiver arbeiten. In Großraumbüros, wie es viele Unternehmen haben, bleibt die Effektivität auf der Strecke. Es kann z. B. vorkommen, dass du im Coworking-Space vor Ort von anderen telefonierenden Selbstständigen gestört wirst.

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Nachteile vom Arbeiten im Homeoffice

Entscheidest du dich für das Arbeiten vom Homeoffice aus, musst du dir deine Arbeitszeit selbst einteilen. Zeit-Management ist hier das Stichwort. Es gilt, auf Pausen zu achten und auch wirklich deinen Aufgaben nachzugehen. Dazu gehört es auch, zu einer ähnlichen Zeit den Arbeitstag zu beginnen, um früh genug ein Ende zu finden.

Deinen Arbeitsplatz im Homeoffice musst du selbst gestalten. Für ein ergonomisches Arbeiten im Homeoffice solltest du dir einen Schreibtisch, Bürostuhl und Monitor anschaffen. Das ist am Anfang zwar eine Investition, lohnt sich aber mit Blick auf deine Gesundheit.

Vielen fällt es schwer, Beruf und Freizeit zu trennen, wenn sie im Home Office arbeiten. Das ist besonders dann der Fall, wenn sich der Arbeitsplatz nicht räumlich abtrennen lässt und dieser sich im Wohn- oder Schlafzimmer befindet.

Den meisten Menschen, die vom Homeoffice aus arbeiten, fehlt der soziale Kontakt. Gerade als Selbstständige gilt es, sich in diesem Fall Gleichgesinnte zum Austausch zu suchen.

Arbeiten wie im Office mit Kollegen

Doch wie arbeitet man nun im Homeoffice? Wer in die Selbstständigkeit startet und das Homeoffice wählt, sollte einige Grundregeln beibehalten, die im Büro gelten. Dazu zählen z. B.

  • feste Arbeitszeiten und
  • richtige Kommunikation

Feste Arbeitszeiten festlegen

Bei der Arbeit im Homeoffice solltest du dir einplanen, wann dein Arbeitstag beginnt und wann er enden soll. Mit dieser Planung schaffst du es, nicht erst Mittag mit deiner Arbeit zu starten und vermeidest es, bis spät abends vor dem PC zu sitzen.

Am besten beginnst du immer zur gleichen Zeit mit deinen Arbeitsaufgaben. So vernachlässigst du dein Privatleben nicht. Wenn es um den Feierabend geht, ist das folgende Szenario denkbar: Beende deinen Arbeitstag, sobald dein Partner von der Arbeit kommt.

Tipp: Achte bei der Festlegung deiner Arbeitszeiten darauf, wann du am produktivsten bist. Manche sind bereits in den frühen Morgenstunden am produktivsten, andere erst nach 16 Uhr. 

Richtig kommunizieren

Gerade wenn du alleine im Homeoffice sitzt, kann einem schonmal die Decke auf den Kopf fallen. Da hilft es, sich mit Gleichgesinnten oder Selbstständigen aus der gleichen Branche über die Arbeit und das eigene Unternehmen auszutauschen. Für den persönlichen Kontakt bieten sich Video-Calls an. Selbst an Netzwerkveranstaltungen, wie dem Coffee & Connect, kannst Du von zu Hause aus teilnehmen.

Wichtig ist auch immer, die richtige Art der Kommunikation zu wählen. Manchmal lassen sich Angelegenheiten in einem Telefonat oder kurzen Video-Call schneller klären, als 10 Mail eine E-Mail hin- und herzuschreiben. Beachte allerdings, dass nicht jeder gerne telefoniert oder spontan erreichbar ist. Auch Chats solltest Du als möglichen Kommunikationskanal in Betracht ziehen.

Trage passende Kleidung

Jeder kennt die Vorstellung vom Arbeiten in Jogginghose im Home Office. Für wenige Tage kann das ganz schön sein, aber auf Dauer ist das keine gute Lösung. Langfristig sinkt die Motivation durch die Freizeitkleidung. 

Setze auf angemessene Kleidung, in der Du Dich blicken lassen kannst. Das gilt besonders, wenn Du oft an Video-Konferenzen teilnimmst. Du brauchst kein Business-Outfit im klassischen Sinne zu tragen, aber vorzeigbar sollte es sein.

Tipp: Natürlich spricht nichts dagegen, an dem einen oder anderen Tag mal eine Jogginghose bei der Arbeit von zuhause zu tragen. Es sollte nur kein Dauerzustand werden.

Der richtige Arbeitsplatz

Willst du produktiv im Homeoffice arbeiten, solltest du dir auf lange Sicht einen guten Arbeitsplatz einrichten. Ob der sich in deinem Wohnzimmer, Schlafzimmer oder einem separaten Raum befindet, spielt weniger eine Rolle als die Ausstattung. Am wichtigsten ist es, dass du dich wohlfühlst und produktiv arbeiten kannst.

Schaffe einen festen Arbeitsplatz

Um im Homeoffice effektiv zu arbeiten, solltest du in deiner Wohnung einen festen Arbeitsplatz einrichten. Der zeigt dir ganz klar, dass nur dort gearbeitet wird. Das macht es leichter, Beruf und Freizeit voneinander zu trennen. Auf dem Sofa oder im Bett solltest du nicht arbeiten, da die Motivation ganz schnell sinkt.

Tipp: Nicht in jeder Wohnung bietet sich die Möglichkeit, einen eigenen Raum als kleines Büro einzurichten. Viele richten sich im Wohnzimmer oder Schlafzimmer eine kleine Ecke ein, um dort ihrer Arbeit nachzugehen.

Richtige Büroausstattung anschaffen

Langfristig ist es kontraproduktiv, nur am Laptop zu arbeiten. Das tut deinem Nacken und auch deinen Augen nicht gut. Du musst schließlich immer auf den Bildschirm hinabschauen. Zudem ist der Monitor nicht gerade groß.

Tipp: Um gesund im Homeoffice zu arbeiten, investiere lieber Geld in einen Monitor. Ein gutes Modell kostet ca. 150 €, aber die Investition ist es in jedem Fall Wert. 

Neben einem anständigen Monitor, ist es auch wichtig, dass du bequem sitzt. Lege dir am besten einen ergonomischen Bürostuhl zu. Hast du keinen Bürostuhl oder kannst ihn dir im Moment nicht leisten, setze dich zumindest aufrecht auf einen Stuhl. Auf dem Sofa sitzend, ist ein krummer Rücken garantiert.

Regelmäßig aufstehen

Dein Bürostuhl kann noch so bequem sein. Wenn du stundenlang sitzt, ist das nicht gut für deine Gesundheit. Zu langes Sitzen schadet deinem Rücken wie auch deinem Wohlbefinden. Es empfiehlt sich in jeder Stunde 5 Minuten zu stehen. Das kannst du z. B. erreichen, indem du beim Telefonieren herumläufst. Du kannst auch dein Wasserglas in der Küche stehen lassen, um regelmäßig aufstehen zu müssen.

Tipp: Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch kannst du das Aufstehen in deine Arbeit integrieren. Fahre dazu den Schreibtisch ab und zu hoch und arbeite im Stehen.

Tägliche Routinen einbauen

Ähnlich wie Angestellte, die im Büro arbeiten, solltest du dir als Selbstständige auch Routinen aneignen. Sie helfen dir, eine klare Struktur in deinen Arbeitstag zu bringen und effektiv von zuhause im Homeoffice zu arbeiten.

Aktiv in den Tag starten

Sitzt du den ganzen Tagen am Schreibtisch, empfiehlt es sich, direkt am Morgen aktiv in den Arbeitstag zu starten. Das kann in Form eines kurzen Spaziergangs an der frischen Luft oder einer kleinen Fahrradtour sein. Viele selbstständige Frauen praktizieren jeden Morgen eine Morning-Yoga-Einheit und kommen so zu sich.

Tipp: Du willst noch mehr Tipps, wie du aktiv in den Tag starten kannst? Im Artikel zum Thema produktive Morgenroutine erhältst du 5 Tipps für einen besseren Start in den Arbeitstag. 

Aufgaben für den Tag festlegen

Um im Homeoffice effektiv arbeiten zu können, legst du dir am besten To-Do-Listen für jeden Tag an. Die helfen dir dabei, die wirklich wichtigen Dinge zu erledigen und nicht die, die aktuell keine Priorität haben. Zum Festlegen der To-Do’s gibt es 2 wichtige Tipps:

  • Wenige Aufgaben einplanen: Am besten planst du dir nur 3 – 4 Hauptaufgaben täglich ein. Hast du die erledigt, stellt sich bei dir ein Erfolgsgefühl ein, etwas geschafft zu haben. Nimmst du dir hingegen zu viele Aufgaben vor, bleibt nur das Gefühl, nicht alles geschafft zu haben, obwohl du wahrscheinlich eine Menge erledigt hast.
  • Eat-the-Frog-Methode nutzen: Nimm dir die Aufgabe zuerst vor, die du eigentlich erst zum Schluss erledigen willst. Das können unangenehme oder komplizierte Aufgaben sein. Dann gehen die restlichen Aufgaben leichter von der Hand.

Lege Deine To-Do-Liste gerne schon am Vortag an, bevor du dich in den Feierabend verabschiedest. Damit integrierst du direkt eine weitere Routine und kannst gut von der Arbeit abschalten.

Mittagspause einhalten

Zwischen Meetings und To-Do’s ist es nicht immer einfach, eine gesunde Mittagspause einzulegen. Doch diese solltest du dir für jeden Tag einplanen. Um es zur Routine werden zu lassen, lässt du die Mittagspause immer zur gleichen Zeit beginnen.

Tipp: Um gesund im Homeoffice zu arbeiten, kannst du dir dein Mittagessen frisch zubereiten. Bleibt Dir aufgrund von Meetings oder anderer Verpflichtungen keine Zeit, kannst Du die gesunde Mahlzeit am Abend zuvor vorbereiten. So genießt du jeden Tag ein gesundes Mittagessen und gehst gestärkt in die zweite Tageshälfte.

Wichtig: Vermeide es, dein Mittag am Schreibtisch einzunehmen. Das hat den negativen Effekt, dass du dich nebenbei mit deinen Arbeitsaufgaben beschäftigst und dich nicht richtig auf die Mahlzeit konzentrieren kannst.

Doch nicht nur eine große Mittagspause ist wichtig. Du solltest auch zwischendurch ein paar kurze Pausen machen, um dich zu erholen. Schon 5 – 10 Minuten an der frischen Luft auf dem Balkon sorgen für Entspannung. Wenn möglich, solltest du in den Pausen auch dein Telefon auf dem Schreibtisch liegen lassen. Im Zweifel kannst du den verpassten Anrufer zurückrufen.

Ablenkungen beim Arbeiten zu Hause vermeiden

Sicher kennst du das: dein Smartphone liegt auf dem Schreibtisch und ab und zu blinkt eine Push-Benachrichtigung auf. Das alleine lenkt automatisch ab, denn du willst natürlich sofort nachschauen. Meist bleibt es nicht dabei und schon sind 10 Minuten wertvolle Arbeitszeit weg. Um jetzt wieder in deine eigentliche Arbeit zu finden, dauert es seine Zeit. Halte dich an die folgenden Tipps, um Ablenkungen im Homeoffice zu vermeiden:

  • Lege Dein Smartphone außer Reichweite: Wie sagt man so schön? Aus den Augen, aus dem Sinn. Das gilt auch für jegliche Nachrichten auf dem Smartphone. Wenn Du es weiter weg legst, wie beispielsweise in die Küche oder den Flur, verspürst du nicht den Drang, sofort nachzuschauen. Du müsstest schließlich erst aufstehen.
  • Schalte den Ton aus: Noch besser ist es, wenn du den Ton an deinem Handy komplett ausschaltet. So wirst du beim Arbeiten zuhause von keinen Nachrichten und Anrufen abgelenkt. Alternativ kannst du den Nicht-stören-Modus anschalten. Dann bekommst du keine Benachrichtigungen mehr.
  • Dreh Dein Handy um: Musst du viel telefonieren und brauchst das Smartphone in deiner Nähe? Dann drehe es einfach um, sodass du die Nachrichten nicht aufploppen siehst

Pro-Tipp: Nutze die Pomodoro-Technik

Vielleicht hast du schon einmal etwas von der Pomodoro-Technik gehört. Dabei handelt es sich um eine Technik, um deine Produktivität zu steigern. Du stellst eine bestimmte Dauer als Fokus-Zeit ein und erhältst eine Benachrichtigung, wenn es Zeit für eine Pause ist.

Tipp: Generell ist der Pomodoro-Timer so ausgelegt, dass du 25-30 Minuten am Stück effektiv im Homeoffice arbeiten kannst. Dir bietet sich auch die Möglichkeit, eine individuelle Zeit einzustellen – beispielsweise 50 Minuten Fokus-Zeit und 10 Minuten Pause. In unseren virtuellen Coworking Sessions arbeiten wir 25 Minuten effektiv am Stück und machen dann 5 Minuten Pause. Nach 4 Intervallen machen wir eine längere, 15 minütige Pause. 

Finde deine Routine beim Arbeiten im Homeoffice

Letztlich musst du für dich den Arbeitsrhythmus finden, der für dich im Home Office individuell am besten passt. Das funktioniert oft nur über Ausprobieren. Ob du der Typ für eine Morgenroutine bist oder welche Pausengestaltung sich für dich eignet, kannst du nur selbst herausfinden.

Tipp: Kommst du mit einer Morgenroutine so gar nicht klar, weil du Langschläfer bist? Dann lass sie weg und drehe lieber nach Feierabend noch eine Runde im Park.

Betrachte die Tipps zum Arbeiten im Homeoffice als Vorschläge und probiere den einen oder anderen aus. Nicht immer lassen sich alle Techniken umsetzen. Wähle die Maßnahmen, die für dich im Homeoffice realisierbar sind.

  • Monatliche Mitgliedschaft: In der Zeit erwartet dich ein interaktiver Slack-Channel zum Austauschen & Vernetzen und regelmäßige Zoom-Meetings.

  • Wir treffen uns in dieser Zeit regelmäßig zu unseren Check-Ins, Coffee Dates, unseren drei moderierten Co-Working Sessions & fünf freien Coworking Sessions die Woche.
  •  Ich bin täglich (von Mo – Fr) im Slack-Channel aktiv, um dir weiterzuhelfen.

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  • Hole dir dein Netzwerk nach Hause: Du musst nicht immer aktiv sein. Du profitierst von einem großen Netzwerk, neuen Verbindungen und ganz viel Business-Energie!

 

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